Privatsphäre paradox mit Jeff Jarvis in der Sauna

Jeff Jarvis ist hier im Blog ein guter Bekannter und ein immer wieder gern gesehener Gast. Dem US-amerikanischen Journalisten und Professor haben wir bereits im Februar 2010 einen Artikel zum Thema Privatsphäre-Paradoxon in Deutschland gewidmet. Im Sommer 2011 ging es dann mal wieder um das deutsche Privatsphäre-Paradoxon. Was genau ist mit dem Privatsphäre-Paradoxon, welches aus Jarvis’ Sicht gerade Deutschland so stark betrifft, eigentlich gemeint?

Ganz einfach:

Zu einem bestehen (einige) Deutsche darauf, die Häuser bei Google Street View verpixeln zu lassen, allerdings gehen (einige) andere Deutsche ohne Probleme gemischt und nackt in die Sauna. Das verwundert Jeff Jarvis, der sich gegen übertriebenen Datenschutz im Netz einsetzt.

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In einer Sendung vom 25. Januar auf 3Sat ließ sich Jarvis nur ironischerweise selbst in einer Sauna interviewen! Zwar noch mit einem Handtuch bekleidet, aber immerhin. Im dem Interview betont Jarvis, dass man in Bezug auf das Netz nicht nur über die Gefahren und Nachteile reden sollte, sondern auch über die Vorteile, die das Netz mit sich bringt. Dieser Wandel könne möglicherweise noch einige Zeit brauchen.

Zum Video vom 25. Januar mit Jeff Jarvis kommt ihr hier. Viel Spaß damit!

3 thoughts on “Privatsphäre paradox mit Jeff Jarvis in der Sauna”

  1. Das ist tatsächlich ein Paradoxon. Sauna-Nacktheit auf der einen Seite und „Bedecktheit“ in sachen Google Street auf der anderen.
    Mich stört beides nicht.

    Apropos Handtuch. Das „davor“ gehaltene Handtuch ist ja in amerikanischen Filmszenen schon zum üblichen Requisit geworden.

    Was das Für und Wider des Internets angeht, so denke ich, dass die Vorteile überwiegen. Wobei- wie im vorherigen Artikel schon erwähnt-die Online-Reputation im Auge behalten werden muss.

    Ich für meine Person bin aus genau diesem Grund einen Schritt zurück gegangen, was das Preisgeben von Privatem angeht. Aber nur einen…

    Eine erfolgreiche Woche mit und ohne Sauna -und auch dort- mit und ohne Handtuch-wünscht allen Yasnianern

    Regina

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