Alles muss entdeckt sein

So manch ein Kind hat es diese Tage noch lebhaft in Erinnerung, wie es ist wenn man etwas sucht. Das Suchen hat an Ostern traditionell Hochkonjunktur und so die „alten Hasen“ am Wochenende geschickt und unbemerkt Kinderaugen in die richtige Richtung lenkten (..damit nicht irgendwo hinter einem Busch oder unter einem großen Tulpenblatt ein Ei unentdeckt bleibt und erst im Herbst durchs Laub schimmert) dürften nun alle Präsente gefunden sein.

Bei uns hat das Suchen jedoch kein Ende. Täglich nutzen viele von Euch yasni für ganz alltägliche Suchen, um Informationen über Promis, den Arzt um die Ecke oder über Geschäftspartner zu erhalten. Andere suchen bei uns, um herauszufinden was über sie selbst im Internet steht. Dazu erhalten wir ebenso alltägliche Post im Support über Freud und Leid, die so eine Suchmaschine wie yasni auslöst. Business as usual.

1,2,3,4 Eckstein – Verlorene müssen entdeckt sein!

Dazwischen sind die für uns aber ganz besonderen Suchen unserer Nutzer und deren Mails, die uns ans Herz gehen. Eine vermutlich ältere Dame aus den USA die uns per POST (!) handschriftlich schreibt, dass sie vor über 40 Jahren aus Deutschland ausgewandert ist und eine Reihe an Geschwistern in Deutschland gelassen hat und über die Jahre den Kontakt verloren hat. Sie hat von uns „gehört“ und fragt, ob wir ihre Geschwister für sie ausfindig machen können… .

… Menschen, die anrufen und unsere Telefonnummer von einem Freund haben. Der wiederum einen Freund hat, der auch schon Rentner ist und jetzt im Internet auf uns gestoßen ist und die Telefonnummer an seine Freunde und Freundesfreunde verteilt, um alte Kameraden oder Liebschaften ausfindig zu machen. Diesen Menschen / Freunden versuchen wir dann per Telefon klar zu machen, was eine Suchmaschine eigentlich grundsätzlich mal ist, und dass wir keine Menschen finden, die gar nicht im Internet erwähnt sind und schwerlich unsere Leistung abzurufen ist, ohne einen Internetzugang oder gar PC zu haben.

In solch besonderen Fällen erwische ich meine Kolleginnen dabei, wie sie tatsächlich am Telefon einer 86 jährigen Frau das Internet erklären (…Dabei komische Handbewegungen machen und tierisch ins Schwitzen kommen und merkwürdige Vergleiche mit der „Offline-Welt“ zur Veranschaulichung ziehen.)…. und nebenbei „yasni-Suchen“ auslösen, da klar wird, die Dame wird sich keinen Rechner mehr anschaffen, hat weder Enkel noch Kinder die ihr helfen werden und sucht aber doch die kleine Elfi (Name von der Reaktion geändert) von 1920 aus der so und so Straße…. mit der sie in der Schule war.

Menschen, die nach Freunden und Verwandten suchten und per Dankesmails ausdrücken, wie sehr sie sich freuen, dass sie yasni so erfolgreich nutzen konnten und jetzt wiedervereint sind.

Eine Dame habe ich selbst über Weihnachten hinweg per Mail „betreut“: Sie hatte jemanden über uns „entdeckt“ – war sich aber nicht sicher, ob es nur ein Namensvetter oder wirklich Ihr Bruder sei. Sie wollte nicht mit einem Wildfremden Kontakt aufnehmen, anderseits könnte es ja doch auch der verschollene Bruder sein. Im Mailwechsel wog ich mit ihr ab, was schlimmer ist, einen Wildfremden mit einer Frage zu belästigen, oder den Bruder nie anzusprechen. Sie hat sich ein Herz gefasst und Kontakt aufgenommen. Das anschließende Dankesmail mit der Auflösung: „Ja, es ist tatsächlich mein Bruder! Wir treffen uns nun regelmässig!“

… das war und ist die Art von Ostereier, die ich das ganze Jahr im Support mitfinden und miterleben darf.

1,2,3,4 Eckstein – alles was ich träum – muss entdeckt sein!

Neben so vielen Suchen nach verlorenen Menschen, suchen immer mehr Leute Menschen, die sie nie kannten, aber von denen sie zu wissen glauben, dass es sie gibt. Das an sich ist eine bekannte Sache, doch die Anfragen diesbezüglich stapeln sich in letzter Zeit bei uns im Support. Das ist die Art der Mails bei denen uns nie so ganz klar ist, ob der Fragende wirklich ernsthaft auf die Lösung wartet. Derzeit brauchen wir aber leider noch den Namen des Traumpartners (egal wie umfassend der Rest beschrieben ist) um ihn zu finden 😉 . Wir danken Euch aber für Euer unerschütterliches Vertrauen in uns, Unmögliches möglich zu machen, und arbeiten weiter hart daran!

1,2,3,4 Eckstein – Es muss entdeckt sein!

Die wirklich merkwürdigsten Suchen, die per Mail bei uns im Support eintreffen?

Wartet mal ich suche Euch mal was raus, gleich mit Antwort, damit Ihr nicht noch mal anfragen müsst:

Nein, wir wissen nicht, warum es die ehemals in Ostdeutschland so beliebten, aber ziemlich harten Lakritzestangen nun nicht mehr gibt, oder wer diese herstellen / vertreiben könnte. Gut, die Antwort ist inzwischen gelogen: Auf eigenes Betreiben sind wir immerhin soweit gekommen, das diese schlicht und ergreifend nicht mehr hergestellt werden und zwar schon seit VOR der Wende – so zumindest unser neuester Stand 😉 .

Wir vertreiben keine Schiffsschrauben und nehmen daher auch keine Reklamationen dazu an.

Nein, wir können den kaputten Föhn auch während der Garantie nicht wieder zurücknehmen – was daher rührt, dass wir keine Gegenstände und damit auch keinen Föhn vertreiben und auf die nicht vertriebenen Gegenstände auch leider keine Garantieleistungen gewähren können.

Auch haben wir alle yasni-Mitarbeiter befragt – keiner weiß, ob man das Duschgel, welches vor drei Jahren beim Versandhandel xy im Geschenk-Set zy zu Weihnachten verkauft wurde, jetzt irgendwo einzeln bekommen kann. Da auch der Versandhandel xy selber, dieses derzeit weder einzeln noch im Geschenk-Set anbietet und der Support dieses Versandhandels selbst, nach eigenen Angaben noch nicht mal weiß, dass dieses Geschenk-Set je im Angebot war. (Falls uns aber jemand den Namen der Person nennen könnte, die über jenes Wissen verfügt, werden wir gerne die Querverbindung über unseren Support herstellen.)

Wir danken für eine Vielzahl an „Ganz-Jahres-Ostereier-Mails“, für die wir manches mal länger Arbeiten, weil sie uns so packen…und der ein oder andere Supportmitarbeiter heimlich des Nächtens am Rechner sitzt und Osterhase spielt – nicht versteckend, sondern entdeckend…

….wäre doch gelacht …

1,2, 3, 4 Eckstein – alles muss entdeckt sein!

Wir arbeiten daran – das ganze Jahr! Warum?

Darum: Wir finden Menschen gut!

Eure Tratschtante

Ladyblue

18 thoughts on “Alles muss entdeckt sein”

  1. Ein toller Beitrag mit einem kleinen Blick hinter die Kulissen von Yasni. Vielen Dank – auch für die musikalische Begleitung während des Lesens 🙂 Mein Gott, gibt es diese Schnulzen immer noch! Oh weh…;)

    Herzlichen Gruß und vielen Dank für das beständige Bemühen, Yasni besser und besser zu machen – und Dankeschön für das menschliche Engagement.

  2. Hey Kerstin, das ist unfair! Unsere Wette, dass du hier keine 25 Kommentare bekommst, schließt sicher nicht ein, dass du jetzt selbst 25x kommentierst! 😉
    (wird anscheinend „knapp“, aber hab so gut wie gewonnen… harrharr)

  3. Hallo Ladyblue, ich habe den Artikel mit Genuss und viel Spaß gelesen, wobei sich Kopfschütteln und lautes Gelächter abgelöst haben. Als Außenstehender kann man sich solche Anfragen kaum vorstellen – d.h. eigentlich habe ich ähnliche Situationen auch schon erlebt, allerdings nicht ganz so weit ab vom eigentlichen Geschäft. Herzlichen Dank an Sie für den netten Blick hinter die Kulissen und ebenso herzlichen Dank dem Team, das neben dem „Alltagsgeschäft“ auch die Menschen nicht ganz aus dem Blick verliert.
    Gruß Mario Wiegel

  4. Wie? Ihr bekommt keine lustigen Anrufe aus dem Ausland? Warum nicht? Inder machen Freude und sind wunderbar höflich … auch wenn ich Ihre Produkte und Dienstleistungen nicht wirklich benötige ;-))

    Beste Grüße
    Barbara Piontek

    PS: 25 Kommentare? Wäre doch gelacht, wenn das nicht zu schaffen ist!

    PPS: Übrigens, in meiner Kindheit gab es so ein grünes Apfelshampoo – wie hieß das noch?

  5. @Übrigens habe ich ein “Logik-Osterei” versteckt im Text und wundere mich gerade, das den noch keiner entdeckt hat?

    Ich habe 1,2,3 mal gesucht und gesucht, ich finde keinen logischen Osterei, auch nicht bei 4. mal:-)

    Vielleicht ist es ein verspätetes Osterei und drum!?

    PS: Yasni hat auch seine Grenzen. Ich suchte bei Yasni nach türkische Speiselokale in Asuncion und fand auch keinen;-)

  6. Menschen sind bunt, wie Ostereier liebe Ladyblue 🙂 …
    herrlich …
    ach ja und das mit dem Logikfehler einbauen ist besonders hinterhältig 😉 …
    Wie heißt das Duschgel ggg?

    alles Liebe

    yvonne

  7. Es ging um das „Körperpeelingmittel von Aromanice“. 😉

    Man muss das ja etwas verfremden in so einem Blogbeitrag.

    Viele Grüße aus dem Support

    Jenny,
    die solche Mails ebenfalls liebt

  8. Gelesen habe ich hier schon oft und mir meine Meinung gebildet.
    Aber heute will ich hier auch, wenigstens einmal stehen und meinen Namen lesen(freu)

    Macht weiter so, und dir Ladyblue, danke für deine Arbeit, bei yasni!
    liegrü Carla

  9. Hmm – ich hab den Buh-Mann, Logikfehler zu entdecken? na gut – k.A. obs das war aber die 86jährige ist erst 1923 geboren worde, wird also niemand von 1920 aus der Schulzeit kennen – und die Supportkollegen von Ladyblue sitzen 350 km entfernt – muss man ziemlich gute Augen haben um Handbewegungen zu erkennen … und fast hätte ich klugscheißert, dass die Bezeichnung „Fön“ vom Markennamen des ersten Heißlufthaartrockners kommt (die Marke ist aber inzwischen vom Markt verschwunden) und daher nie „Fön“ auf den Gerätepackungen steht – und schon gar nicht „Föhn“. Aber dann lese ich, dass die Rechtschreibreform auch hier eingegriffen hat (http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6n) …

    Sachen gibts!

    Ich bin ja froh, dass die Mädels vom Nutzer-Support so nen tollen Job machen – so verirrt sich nur höchst selten ne alte Dame an mein Telefon, die allen Ernstes fragt „glauben Sie wirklich, dass der ‚Heiße Draht‘ meine Anzeige ins Internet gestellt hat?“ (Anmerkung: http://www.dhd24.com/ – Berliner Kleinanzeigenzeitung und eine der ersten derartigen Publikationen, die alle Anzeigen autiomatisch ins Netz stellten).

  10. @ Mario Wiegel: Allem voran sind bei uns Namen nicht nur Daten und Personen erst mal Menschen und Menschen – genau: sagte ich ja bereits – finden wir gut. 😉

    @ Barbara Piontek: Die lustigen Anrufe aus dem Ausland sind selten, meistens aber vor allem unverständlich 😉 … Das grüne Apfelshampoo hies „grüner Apfel“ und war von Respond? (http://home.arcor-online.de/anne.zemanec/stories/apfelshampoo/apfel02.html) Auch erwähnt bei: http://www.yasni.de/index.php?action=search&search=1&sh=&name=apfelshampoo
    (@Michal Koch – wobei mir „Planschi“ auch gut gefällt!)

    @Tedora: Och unser Chef hat es schon verraten – natürlich ging die Rechnung mit der Dame deren Alter zwar stimmte, aber das 19hunderterdatum nicht – nicht wirklich gut auf…
    Derzeit hätten wir Dir helfen können, wenn Du gewusst hättest wie der Kellner in dem türkischen Speiselokal in Asuncion heißt… 😉

    @Jenny: vielen Dank, muss ich nicht mehr nachgucken gg

    @carla: Jetzt liest Du dich hier gleich zweimal – Vielen Dank!

    @“Chefderimmerallesweiß“ … war ja klar das Du mehr Eier entdeckst als gelegt wurden!

  11. @Derzeit hätten wir Dir helfen können, wenn Du gewusst hättest wie der Kellner in dem türkischen Speiselokal in Asuncion heißt…

    Sorry, dass darf ich nicht offiziell wissen, da der Landmann womöglich wieder nach deutschland abgeschoben wird, ne ich lass es sein;-)

  12. @Ladyblue: Dass die meisten von uns den Logikfehler nicht gefunden haben, zeigt mir, wie gut Dein Artikel war – das wurde von uns glatt überlesen und war also im Gesamttext überhaupt nicht wichtig!

  13. Von Ilse Schill konnte der Artikel, nicht eingestellt werden, na dann versuche ich es mal für sie!

    Hallo Ladyblue 🙂

    Mein Kommentar wird beim Blog nicht genommen, darum schick ich dirs:

    „Sollte die Schulfreundin der alten Dame nicht eher von 1923 sein…habs hinter einem Tulpenblatt entdeckt;-)“ Lieben Gruß Ilse

  14. Logikfehler ? Frage: Wie kann man „verschollen“?
    Schwester, Bruder, Mutter ,Vater oder Kind…
    Es ist die dunkle Seite in manchen Familien,
    über die man nicht spricht und schon gar nicht schreibt.
    Das schwarze Schaf, über das man nicht mal nachdenkt.
    Bis man alt wird?

    “Mal was liebes – Grüße Michael”

    PS.:Ein Highlight jeder Familien-Feier, auf die Aussage:
    „Dich kenne ich noch gar nicht.“
    Die Antwort:
    „Ich bin das schwarze Schaf der Familie, über mich spricht man nicht so gerne…“
    Bringt Stimmung und Erklärungsnot.

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