Die mystische Frage vom Sein und Nicht-Sein

… ein neuer Tag im Tester-Leben. Eigentlich wollte ich nur mal so easy ein bisschen Namen eingeben und ein wenig Spaß haben und dann sagen: „Ok, gefällt – oder gefällt eben nicht!“ oder: „Funzt, und das funzt schon mal gar nicht!“ Stattdessen wirft jeder Tag aufs Neue Fragen auf. Philosophische, existenzielle… ja, existenzphilosophische Fragen.

Da yasni eine Personensuche ist geb ich sie also alle ein, die die meinen Weg kreuzten und an deren Namen ich mich noch erinnern kann. Lebensabschnittsgefährten aller Arten:

Leute (Leidensgenossen wie Freunde, Erzieher und Lehrer) aus Kindergarten, Grundschule, allen weiteren Schulen, Studium, von der Ausbildung, Praktikas, Sportverein, Theatergruppen, Umweltgruppe, ehemalige Nachbarn…. Freunde und Feinde, die die ich heimlich schon immer gut fand, und die, die ich noch immer nicht leiden kann…

Aber im Ernst, ich hab einige entdeckt. Zu manchen will ich gar keinen Kontakt –  ich teste ja nur! Bei den einen freuts mich dämlich, dass sie auch nicht „besser“ sind als ich, bei den anderen bin ich beeindruckt, wie sie sich gemacht haben, bei wieder anderen kann ich nicht erwarten, bis sie sich endlich auf mein Mail melden. Wieder andere haben sich gemeldet und es wird immer zeitintensiver all die Jahre aufzuarbeiten, die man sich aus den Augen verloren hat… bei noch anderen, kommen Gemeinsamkeiten zu Tage, die wir in den Kindertagen nie hatten und wir schmieden Pläne für gemeinsame Projekte.

Und dann kommts: Es gibt wirklich im Jahr 2007 noch Leute, die findet man nicht! GAR NICHT! Überhaupt Nullinger und das im ganzen verdammten WWW. Leute, wenn IHR das lest, wie macht Ihr das? Warum macht Ihr das? Gut, gestern habe ich noch geschrieben, lieber keine Homepage als `ne miserable… insofern versteh ich irgendwie. Aber wirklich, nutzt Ihr das WWW nicht? Oder nutzt Ihr den Schutz der Anonymität von Nicknames? Surft ihr ohne Spuren zu hinterlassen? Müsst Ihr Euch verstecken, habt Ihr Angst vor irgendwas?

Ich will ehrlich sein, ich bin ein Internet-Junkie . Ein Leben ohne ist mir vollkommen unvorstellbar, ich brauchs als Nachschlagewerk (Lexikon, Übersetzungshilfe, Telefonbuch etc…), als Kontaktmittel, als Unterhaltung, als Shopping-Tool, als Bildungstool, Nachrichtenspeicher, als Wegefinder zum nächsten Supermarkt… zum Urlaubbuchen, Fahrkartenschalter….. aber auch als „Ideentester“ (auch schon mal was erfunden, das schon ein anderer erfunden hat?)… Für mich ist daher eine Person, die ich im Netz nicht finde: Existenzlos. Oder ein Geist! Existieren Geister?  Ihr scheint nicht zu sein, oder warum finde ich Euch nicht? Habt Ihr neue Namen? Seid Ihr schon tot?

Gut bei manchen versteh ich, ich weiß das sie Beamte geworden sind und wenn, dann sicher furchtbar vorsichtig unterwegs im Netz. Bei anderen grinse ich gemein in mich hinein: Ok, der ist auch Landwirt geworden, wird nur den Wetterbericht brauchen 😉  … bei manchen Berufsgruppen versteh ich es gar nicht: Mediendesigner, die man in den Medien nicht findet sind mir suspekt. Und was ist aus dem Selbstdarsteller, der mal neben mir saß, geworden – gar nicht im Netz? Ich kann es gar nicht glauben!

Suspekt – mystisch. Die Aura des Unheimlichen haftet Euch an! Sogesehen sollte ich vielleicht an meiner Mystik arbeiten?

Ach was, ich existiere, also bin ich – auch im Netz!

One thought on “Die mystische Frage vom Sein und Nicht-Sein”

  1. „Ach was, ich existiere, also bin ich – auch im Netz!“
    Beherrschst du das Netz oder das Netzt dich?
    Welche Regel sagt das wenn man das Medium Internet nutzt man dort auch Spuren hinterlassen muss, die Regel 2.0 ???
    Ich suche gerne nach Leuten im Netz muss aber nicht überall meine Spuren hinterlassen. Mann nennt sie paranoid doch die nächsten Jahre werden es zeigen.
    ich glaube nicht das yasni die geistigen Ergüsse der Zeit aus dem Internet tilgt.
    Menschen vergessen, das Netz bis Dato immer weniger im Gengenteil es saugt auf.

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