Was Yasni noch alles finden könnte

Es gibt ja nun schon länger und seit yasni noch mehr die Diskussion was man im Netz veröffentlichen darf, kann, soll und umgekehrt was man finden kann.

Und ja – yasni wird auch oft für die Inhalte der Nutzer von den Nutzern selbst verantwortlich gemacht. So wie früher der Überbringer der schlechten Botschaften geköpft wurde.

Intelligente Leute verstehen dann in der Regel aber schnell, dass es gut war, durch yasni von der Veröffentlichung erfahren zu haben.

Manche fangen aber auch wie dumme Kinder an, uns zuzuspammen (als ob man da nix technisch gegen machen kann).

Heute daher mal ein Artikel zu „was kann noch kommen“ am Beispiel des Internet-Vorreiters USA und ein verwunderter Blogger, der yasni vermutlich noch nicht einmal kennt:

CriminalSearches liefert selbst Knöllchen-Sünder auf dem Silber-Tablett

Daniel Fiene wundert sich

Auch bei uns kommt ja (oder ist schon da) die elektronische Krankenakte, die elektronische Steuererklärung, das elektronische Melderegister uvm. – ein Großteil davon ist schon jetzt auch online abrufbar (man muss nur wissen wies geht). Google ruft gar das Ende der Privatsphäre aus (und fotografiert schon mal alle Vorgärten).

Wo ist für Euch die Grenze dessen, was staatliche Stellen erheben und dann auch öffentlich machen dürfen?

VlG

Steffen

11 thoughts on “Was Yasni noch alles finden könnte”

  1. Ich finde es ziemlich ungehörig, wie du technisch weniger versierte Nutzer als dumme Kinder diffamierst.

    Fakt ist, dass die Daten in den von euch aggregierten Profilen, natürlich nicht auf eurem Mist gewachsen sind. Fakt ist aber auch, dass ihr die „unbequemen“ Daten viel sichtbarer macht. Das kann man nun so oder so sehen:

    Gut, dass ihr jemandem auf diese Inhalt aufmerksam macht oder schlecht, dass ihr die Leichen aus dem Keller holt.

    Dass die Anfragen (Du schreibst „Spam“) massenhaft bei Euch landen, ist ein Hinweis, dass nicht deutlich genug darauf hingewiesen wird, wie diese Daten zu löschen sind.

    Wenn ich Yasni machen würde, würde ich nicht versuchen den Traffic zu monetarisieren – was gegen das Bundendatenschutzgesetz verstößt – sondern hier eine Dienstleistung anbieten….

    Gruß
    C.

  2. Das Thema Datenschutz ist sehr ernst zu nehmen. Die jüngsten Entwicklungen werden von Datenschützern mit großer Besorgnis zu Kenntnis genommen. Was ist, wenn diese Daten den Falschen in die Hände „fallen“? Andere Nationen zeigen deutlich wie gefährlich die Kontrolle über das Internet und die Menschen für die Freiheit ist. Kann unsere Demokratie unterwandert werden? Viele Nutzer nehmen dieses Thema auf die leichte Schulter. So hält man eine negative Entwicklung natürlich nicht auf.

  3. Hallo Charly,

    da ist wohl was in den falschen Hals gekommen – sorry.

    Technisch weniger versierte Nutzer würde ich niemals als dumme Kinder bezeichnen (hab ich schonmal erwähnt, dass es mir nicht gelungen ist, mein MySpace-Profilbild zu ändern?) sondern ich meine damit Leute, denen man die Sache 1x erklärt, dann noch einmal, dann nochmal anders, ihnen anbietet dabei zu helfen an der Quelle etwas zu entfernen und die dann dennoch denken, mit großer roter Schrift und emails im Sekundentakt die Welt des Internets ändern zu können. Das ist in der Tat dumm!

    Hat aber ganz bestimmt nichts mit „technisch unversiert zu tun“.

    Insgesamt sind es gar nicht so viele Anfragen und es werden alle gewissenhaft und i.d.R. innerhalb von 24 h beantwortet. „Dumme Kinder“ gabs nur eine Handvoll in all den Monaten bisher 😉

    Übrigens bieten wir – als Kooperation – eine Dienstleistung zum Enfernen an. Auch dafür sind wir schon kritisiert worden („erst zeigen sies, dann wollen sie Geld zum entfernen“).

    Der Link heißt „Ergebnisse entfernen“ und ist am Ende jeder Suchergebnisliste zu finden. Der wird aber in der Tat kaum genutzt. Unsere Erfahrung ist auch, dass es den Meisten gar nicht darum geht, dass bestimmte Inhalte nicht zu finden sein sollen – es geht ihnen ums Prinzip. Was auch immer das ist …

    Mit meinem Artikel ging es mir aber eigentlich eher um eine Diskussion dazu, was man wirklich nicht mehr durchsuchbar machen sollte (z.B. kleine Sünden aus längst vergangener Zeit) – ob nun direkt an der Quelle oder indirekt über Suchmschinen wie yasni. Diese Diskussion kann man zum Glück mit der großen Mehrheit unserer Nutzer führen. Mit denen, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen statt sie in die Luft zu strampeln 😉

  4. Hallo, Herr Rühl,

    Negativdaten werden seit jeher zugänglich gemacht. Schimmelpfeng, Creditreform, Bürgel, Dun&Bradstreet, Schufa, Amtsgericht, Schuldnerkartei, Flensburg. Gegen Bezahlung. Ein Riesengeschäft.

    Zwangsversteigerungen, die in Zeitschriften veröffentlicht werden. Alles nicht neu.

    Für die Löschung einer Eidesstattlichen Versicherung musste und muss man zahlen. Wenn man nachweist, dass die zugrunde liegende Schuld beglichen ist.

    Einträge im Internet: Auch hier muss man nachweisen, dass einem die Einträge gehören und man sie nicht will. Wer ist denn ’schuld‘, wenn er/sie sich halbnackt bei der Abschlussfeier präsentiert ? Der, der die Bilder und das Video macht oder der, der sich präsentiert ?

    Aus Fehlern lernen. Das Gehirn einschalten. Fragen, wie bekomme ich das weg oder . . . falls zu teuer und aufwendig . . . wie kaschiere ich es ?

    Und was das Kaschieren angeht . . . da heisst es lernen. Und gelernt wird solange nix, solange derjenige z.B. yasni anschreibt und 10.000x hintereinander, wie ein störrisches Kleinkind, schreibt . . . Ich will aba !!!!!

    Und das sind eben Wenige, die viel Arbeit verursachen. Kenne ich.

    Woran es den Meisten meiner Erfahrung nach mangelt ist . . . Fragen stellen (wie,was, warum, wo) und höflich sein (bitte).

    Nun zur anderen Seite. Grundrechtlich geschützt ist das Recht auf die eigene Würde (Artikel 1), mit der Alles anfängt. Mit der der-/diejenige anfängt. Sich würdig zu verhalten. Und Würde ist ein weitgespannter Begriff. Was beim Einen noch unter würdig läuft halten Andere bereits für unwürdig.

    Es liegt im Auge des Betrachters. Und selbst die Sichtweisen dazu können sich ändern. Nach Jahren ist es eben manchen unwürdig (peinlich), wie sie sich verhalten haben und das wollen sie ändern.

    Und da kommt die Selbstverantwortung, Selbst-Moderation zum Tragen. Wer 3×7 gewesen ist, sollte meiner Meinung nach nicht jedesmal nach Papa und Mama rufen, wenn ihm irgendwas nicht (mehr) passt. Sondern sich selbst an der eigenen Nase packen.

    Und als ersten Schritt die Dinge, die nicht mehr passen, eben im yasni-Profil nicht gerade nach vorne stellen, sondern nach hinten.

    @ Charlie – den Traffic zu monetarisieren – was gegen das Bundendatenschutzgesetz verstößt –
    Das habe ich nicht verstanden. Wo verstösst das gegen das BDSG ?

    Viele Grüsse,
    Andreas Wiedow, der zu Zeiten von Schimmelpfeng Ende der 80er per Telefon komplette Bilanzen von nicht-veröffentlichungspflichtigen Unternehmen recherchiert hat. Buchhalter sind aufgestanden, zum Panzerschrank gegangen und haben mir am Telefon Alles, aber auch wirklich Alles erzählt. Im ersten Telefonat.

  5. Datenschutz hin oder her, was ich wissen möchte, bekomme ich auch heraus. Wenn ich Streß mit Mietern habe und zum AfA gehe, werde ich zunächst auf den Datenschutz hingewiesen und ich könne keinerlei Informationen erhalten. Nach Gesprächen über die Stadt, meine Aktionen im Stadtmarketing und subjektiver Fragestellung weiß ich nach einer halben Stunde alles. Die „Fallmanager merken oft nicht einmal, was sie gerade ausgeplaudert haben.
    So gehts doch im Internet auch, alles eine Frage der Formulierung!
    Schwierigkeiten kann es bei Namensgleichheiten geben, wenn eine „Dame“ in Polen denselben Namen hat und Erotikseiten macht, kann das schlecht wirken. Andererseits wird jeder User unterscheiden können, wer wer ist.
    Ich sehe da keine großen Probleme und wenn Google meinen „Vorgarten fotografiert“ freu ich mich über das Bild, meiner sieht ganz hübsch aus.
    Ich selbst nutze doch auch jegliche Information, mit einer Prise Selbstkritik und Hinterfragen von Infos ist meiner Meinung alles irgendwie zu regeln.
    Grüßi an alle yasnis

  6. @Andreas

    Ein Auszug aus Paragraph 4 BDSG

    (4) […] Der Betroffene ist bei der Ansprache zum Zweck der Werbung oder der Markt- oder Meinungsforschung über die verantwortliche Stelle sowie über das Widerspruchsrecht nach Satz 1 zu unterrichten; soweit der Ansprechende personenbezogene Daten des Betroffenen nutzt, die bei einer ihm nicht bekannten Stelle gespeichert sind, hat er auch sicherzustellen, dass der Betroffene Kenntnis über die Herkunft der Daten erhalten kann. Widerspricht der Betroffene bei dem Dritten, dem die Daten nach Absatz 3 übermittelt werden, der Verarbeitung oder Nutzung für Zwecke der Werbung oder der Markt- oder Meinungsforschung, hat dieser die Daten für diese Zwecke zu sperren.

    @yep

    Ihr solltet in jedem Fall das Löschen / Sperren des Profils ermöglichen. Die Aggregation ist da wofür ihr (zurecht) am meisten kritisiert werdet und euch in einer rechtlichen Grauzone befindet. Die Werbung für euren kostenpflichtigen Service ist lt. oben geannten Abschnitt aus dem BDSG im Prinzip unzulässig.

  7. @tanja
    entscheidend ist aber die Hürde für das „Herausbekommen“ und da setzt der Gesetzgeber eben Grenzen.

    Ich weiß, dass fürchterlich viele Menschen denken wie du und es der überwiegenden Nutzerschar egal ist. Dennoch finde ich, ist der Wunsch des Individuums zu respektieren.

    Yasni würde nicht daran zugrunde gehen, wenn diejenigen, die nicht gelistet werden wollen, sich sperren lassen können. Ich fürchte aber leider, dass hier PR-technisches Kalkül vorliegt. Jeder öffenltiche Aufreger bringt neue Nutzer… so ists halt 🙂

  8. @Charly

    wer nicht gelistet werden möchte, sollte sich sperren lassen können. Da gehen wir d´accord.
    Aber dann sollte auch das gleiche bei Google, Yahoo und …. ebenfalls möglich sein. Isses aber nich.

    Ich denke schon, das wir mit der virtuellen Welt irgendwie leben müssen.

  9. Hi, Charlie,

    Danke für das hohe Level der Diskussion und die Information !

    @ Dennoch finde ich, ist der Wunsch des Individuums zu respektieren.
    Absolut. Und manchmal kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass manche Individuen gar nicht wissen was sie wollen, bevor sie etwas ausprobiert haben. Und dann probieren sie’s aus und – schwupps – sind’se im Internet.

    Ich betreibe ’ne ganze Reihe von Clubs auf ecademy, von denen einige laut Settings ‚Private‘ sind. Die werden weder gegoogelt noch sonstwie gefunden. Klappt also.

    Alle anderen betreibe ich offen, die werden gegoogelt und ich verdiene Geld. Klappt also auch.

    Im Übrigen halte ich mich an den alten Satz . . .

    „Alles, was ich sage, ist wahr. Aber nicht Alles, was wahr ist, sage ich.“
    Aristoteles, Sokrates oder so . . .

    @ $ 4 BDSG – soweit der Ansprechende personenbezogene Daten des Betroffenen nutzt, die bei einer ihm nicht bekannten Stelle gespeichert sind . . .
    Yasni speichert doch nix. In meinem Buch. Die schnüffeln nur im Netz. Gespeichert hat der ‚Betroffene‘ irgendwann mal was, wenn er/sie Spuren im Netz hinterlassen hat, ohne ein Pseudonym zu verwenden.
    Yasni spricht auch den ‚Betroffenen‘ nicht an. Wieder in meinem Buch. Also mich haben die nich‘ angesprochen (bis auf den Blog und da habe ich ’nen guten Deal ausgehandelt . . . hehehe). Ich habe mein Profil selbst angelegt. Ich habe Links gespeichert.

    ‚Betroffene‘, die noch kein Profil haben und das auch nicht wollen . . . deren Links schwirren auf yasni’s B-Seiten wie wilde Mustangs in den Weiten des Internets umher, darauf wartend, von ihren Besitzern ‚eingefangen‘ und in einem ordentlichen Profil gespeichert zu werden.

    Nennen Sie mir doch ein konkretes Beispiel, an dem die fragliche Kette nachvollziehbar deutlich wird, die im Widerspruch zu § 4 BDSG stehen soll. Ich seh’s immer noch nich‘.

    @ Tanja Skutnik – wer nicht gelistet werden möchte, sollte sich sperren lassen können. Da gehen wir d´accord.
    Gelistet (also mit A-Profil/erstelltem Profil) werden doch nur die, die . . . selbst gespeichert haben ?

    Alle Anderen haben sich auf der B-Seite/den Weiten des Internets irgendwann selbst gelistet. Selbst verantwortlich. Dann müssen sie auch selbst dafür sorgen, dass diese Listung rauskommt. Wie Schuldnereintrag löschen lassen. Muss der Schuldner, der die Schulden bezahlt hat, auch selbst machen. Da geht nix automatisch. Und im Zweifel muss er eben dafür bezahlen. Und das is‘ das, was yasni via anderen Kooperationspartnern als SERVICE anbietet. Kann – nicht muss.

    Internet ist weder Paradies, noch Schlaraffenland, noch Selbstbedienungsladen.

    War ich irgendwie undeutlich oder prolix ?

    Viele Grüsse,
    Andreas Wiedow

  10. Sehr geehrter Herr Wiedow,

    nur zur Erinnerung in diesem Blog wird über Datenschutz diskutiert.

    @ Andreas Wiedow:
    Andreas Wiedow, der zu Zeiten von Schimmelpfeng Ende der 80er per Telefon komplette Bilanzen von nicht-veröffentlichungspflichtigen Unternehmen recherchiert hat. Buchhalter sind aufgestanden, zum Panzerschrank gegangen und haben mir am Telefon Alles, aber auch
    wirklich Alles erzählt. Im ersten Telefonat.

    Meine Frage ist nun an Sie:

    Wie kann man diese absoluten Internas von Abläufen,
    die den Datenschuz mit Füßen treten, auch noch hier veröffentlichen?

    Es ist wirklich unglaublich.

    Nun bin ich wieder auf Ihre Filettierung meiner Anmerkungung gespannt.

    Mit vorzüglicher Hochachtung
    Dieter Schirm

  11. Es ist doch immer wieder lustig zu sehen, wie Google von einer Seite verdammt wird, die einen großen Teil ihrer Suchergebnisse aus den Ergebnissen von eben dieser Suchmaschine erhält.

    Sich statt dessen von Google zu distanzieren und eine Alternative zu bieten, wäre die konsequente Lösung gewesen.

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